Schulfähig oder Schulreif ??
Schulreife entsteht in einer bestimmten Lebensphase, in der die Entwicklung eines Kinde ein bestimmtes "Leistungsgefüge" erreicht, das Voraussetzung für ein erfolgreiches Durchlaufen der Schule ist. Den Entwicklungsverlauf nennt man "innengesteuert" - also relativ unbeeinflusst von den Lebensverhältnissen und Lernprozessen des Kindes.
Unter schulfähig versteht man das Zusammenspiel von persönlichen Voraussetzungen schulpflichtiger Kinder einerseits und den Anforderungen und Lernbedingungen in der Grundschule andererseits. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich (entsprechend nach den Erfahrungen im Kindergarten - die Schulbedingungen sind ebenfalls unterschiedlich - abhängig von Klasse, Lehrer, Schule). Die Schule hat die phantastische Möglichkeit, sich an Kinder und Bedürfnisse anzupassen und muss Kinder nicht zwingen, sich an starre Bedürfnisse der Schule anzupassen.
Schulfähigkeit
Hinweise für Eltern -Wie kann ich meinem Kind helfen schulfähig zu werden?
(Diesen Flyer haben wir auch an "unsere" Kindergärten gegeben - Sie können ihn dort beziehen)
Kinder …
Kinder lernen
Kinder lernen immer
Kinder lernen immer und überall
Das Fördern aller Sinne ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung der Schulfähigkeit
Ermöglichen Sie Ihrem Kind vielfältige und eigene Erfahrungen
v Spielen in der Familie
v Spielen mit Kindern
v Spielen in der Natur
v Spielen mit verschiedenen Gegenständen
Übungen zur Sicherheitsgewinnung im grobmotorischen Bereich
Gleichgewicht bewahren
Bewegung koordinieren
Geschicklichkeit erwerben
v Balancieren
v Treppen hinauf- und hinuntergehen – auch rückwärts
v Hüpfen
v Laufen
v Ballspiel: Fangen und Werfen
v Fangspiele
v Überspringen von Hindernissen
v Hampelmann – Übung …
Übungen zur Sicherheitsgewinnung im feinmotorischen Bereich
Hand – und Augenbewegungen steuern und koordinieren
Geschicklichkeit erwerben
v Mit Sand spielen
v Kneten
v Ausschneiden
v Papier reißen, falten, flechten
v Perlen auffädeln
v Mit Bausteinen Türme bauen, so hoch wie möglich; Bauen von Brücken, Hütten, Häusern, Zäunen, Möbeln, Fahrzeugen usw.
v Bauen mit und ohne Vorlagen
v Mikado
v Fingerspiele: mit den Fingern wird geturnt: Zeigefinger auf Daumen, Mittelfinger auf Daumen, Ringfinger, kleiner Finger. An beiden Händen versuchen. Selbst Fingerübungen erfinden
v Backen, abwiegen, schütten, Obst und Gemüse schneiden
Übungen zur Förderung der visuellen Wahrnehmungsfähigkeit
v Zublinzeln
v „Ich sehe was, was du nicht siehst!“
v Domino
v Wie sieht der andere aus
v Sortieren nach Farbe, Form, Größe
v Puzzle mit / ohne Vorlage
v Übertragung vorgegebener Muster
v Spiegelbilder erfinden / Finden
v Kleine Unterschiede in ähnlichen Bildern entdecken
Übungen zur taktilen Wahrnehmungsfähigkeit
Den Tastsinn herausfordern
v Verschiedene Gegenstände tastend erkennen und fühlen, wie z.B. etwas glatt oder rau ist (benennen lassen)
v Zuordnen nach vorgegebenen Kriterien (alles was glatt / rau / rund / viereckig … ist)
Übungen zur Förderung der akustischen Wahrnehmungsfähigkeit
Unterschiede hören können
v Geräusche erkennen
v Geräuschquellen erkennen und die Richtung zuordnen
v Hohe und tiefe Töne unterscheiden können
v Verschieden gefüllte Flaschen geben unterschiedliche Klänge: sortieren
v Beim Singen den Rhythmus klatschen
v Den Takt klopfen / hopsen / gehen
v Reime hören und selbst finden
Übungen zur Förderung von Konzentration und Ausdauer sowie zur Merkfähigkeit
v Figuren nachzeichnen
v Bilderlotto
v Sortier-, und Geduldsspiele, Merkspiele
v Memory
v „Ich packe meinen Koffer“
v KIM-Spiele: Eine Menge von Gegenständen wird angeschaut, verdeckt, verändert. Was fehlt? – Was hat sich verändert?
v Murmelspiele
v Such- und Zuordnungsbilder
Übungen zum Mengenverständnis
v Vergleich von Mengen
v Abzählen von Mengen
v Aufteilen von Mengen
v Domino
v Würfelspiele
v Sortieren von Kugeln, Knöpfen, Wollfäden, Blättern und anderen Materialien nach Länge, Farbe, Dicke usw.
Übungen zur Sprach- und Sprechfähigkeit und zur Begriffsbildung
Sprechfähigkeit meint lauttreu und grammatikalisch richtig sprechen, Sprachfähigkeit bedeutet sich selbst äußern zu können
v Zungenbrecher
v Reime
v Abzählverse
v Erzählen von Erlebnissen
v Bildgeschichten in der richtigen Reihenfolge ordnen, erzählen. Was geschieht usw.
v Gehörtes mit eigenen Worten nacherzählen
v Mitteilen von Spielaktivitäten, Fantasiespielen, Spielgeschehen und Spielvorhaben
v Was ist dein schönstes Tageserlebnis?
v Was hat dich geärgert
v Warum bist du traurig?
v Nacherzählen von kurzen Geschichten
Bewegung ist das Tor zum Lernen
Schulfähigkeit – Flyer der Schule Am Gutspark – Stand Oktober 2007 |